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H├Ąusliches Arbeitszimmer von Ehegatten oder Lebenspartnern

Neben den allgemeinen Abzugsbeschr├Ąnkungen f├╝r ein h├Ąusliches Arbeitszimmer spielen bei Ehegatten und Lebenspartnern auch die Eigentums- oder Mietverh├Ąltnisse eine Rolle bei der Frage, welche Kosten abziehbar sind.

Beim Abzug der Kosten f├╝r ein h├Ąusliches Arbeitszimmer von Ehegatten und Lebenspartnern als Betriebsausgaben oder Werbungskosten hat sich die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung ab 2018 ge├Ąndert. Bis einschlie├člich 2017 waren die auf das Arbeitszimmer entfallenden Aufwendungen (einschlie├člich der Abschreibung) f├╝r eine Immobilie, die beiden Partnern gemeinsam geh├Ârt, unabh├Ąngig vom Miteigentumsanteil des anderen Ehegatten abziehbar. Diese Vereinfachung gilt ab 2018 nicht mehr, denn der Bundesfinanzhof hat zwischenzeitlich ├╝ber solche F├Ąlle entschieden. Dabei hat er eine differenzierte Beurteilung verlangt, die zwischen grundst├╝cksorientierten Ausgaben (Abschreibung, Zinsen, Grundsteuer, Hausversicherungen usw.) und nutzungsorientierten Ausgaben (Energiekosten, Reinigung, Renovierungskosten f├╝r das Arbeitszimmer usw.) unterscheidet.

Diese Unterscheidung ist deshalb notwendig, weil die grundst├╝cksbezogenen Ausgaben - unabh├Ąngig von der Bezahlung - nur der Eigent├╝mer selbst steuerlich geltend machen kann. Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs werden die grundst├╝cksorientierten Ausgaben n├Ąmlich bei Zahlung durch einen Nichteigent├╝mer zumindest auch im Interesse des Eigent├╝mers aufgewendet. Daraus folgt f├╝r eine Immobilie im gemeinsamen Eigentum beider Partner, dass der das Arbeitszimmer nutzende Ehegatte oder Lebenspartner die grundst├╝cksorientierten Aufwendungen nur entsprechend seinem Miteigentumsanteil geltend machen kann - auch wenn er sie ausschlie├člich alleine tr├Ągt. Geh├Ârt die Immobilie allein dem anderen Ehegatten, scheidet der Abzug dieser Ausgaben sogar vollst├Ąndig aus, wenn der Nichteigent├╝mer das Arbeitszimmer alleine nutzt.

Im Gegensatz dazu sind die anteilig auf das Arbeitszimmer entfallenden nutzungsorientierten Kosten durch den Beruf des Partners veranlasst, der das Arbeitszimmer nutzt. Bei diesen Aufwendungen kommt es in erster Linie darauf an, wer sie tats├Ąchlich getragen hat und nicht, wer sie zivilrechtlich schuldet. Folglich werden die nutzungsorientierten Aufwendungen demjenigen zugerechnet, von dessen Konto sie gezahlt worden sind. Werden diese Aufwendungen von einem Bankkonto beglichen, das beiden Ehe-/Lebenspartnern gemeinsam geh├Ârt, kann der Nichteigent├╝mer die durch seine berufliche Nutzung verursachten Kosten in voller H├Âhe und nicht nur anteilig steuerlich geltend machen.

Die Differenzierung zwischen grundst├╝cks- und nutzungsorientierten Aufwendungen mit den sich daraus ergebenen unterschiedlichen steuerlichen Folgen ist nicht auf Eigentumsf├Ąlle beschr├Ąnkt, sondern auch bei gemieteten Immobilien vorzunehmen. Nach einem Beschluss der obersten Finanzbeh├Ârden geh├Ârt dabei die (Kalt-)Miete zu den grundst├╝cksbezogenen Aufwendungen. Somit kommt eine steuermindernde Ber├╝cksichtigung der Miete nur in Betracht, wenn der das Arbeitszimmer nutzende Steuerpflichtige auch gleichzeitig der Mieter ist. Bei einer gemeinsam gemieteten Wohnung und Nutzung des Arbeitszimmers durch einen Ehegatten/Lebenspartner kann dementsprechend die anteilig auf das Arbeitszimmer entfallende (Kalt-)Miete nur zur H├Ąlfte steuerlich ber├╝cksichtigt werden.

Dagegen sind die nutzungsorientierten Nebenkosten steuerlich demjenigen zuzurechnen, der sie finanziell getragen hat. Werden die nutzungsorientierten Nebenkosten von einem gemeinsamen Bankkonto der Ehegatten ├╝berwiesen, ist der auf das Arbeitszimmer entfallende Betrag in voller H├Âhe abzugsf├Ąhig.