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Ver├Ąnderungen beim Investitionsabzugsbetrag

Neben diversen Verbesserungen beim investitionsabzugsbetrag sind jetzt zwei Gestaltungsmodelle mit dem Abzugsbetrag gesetzlich ausgeschlossen.

Investitionsabzugsbetr├Ąge erm├Âglichen die Vorverlagerung von Abschreibungspotential in ein Wirtschaftsjahr vor Anschaffung oder Herstellung bestimmter Wirtschaftsg├╝ter. Dar├╝ber hinaus sind f├╝r die Anschaffung oder Herstellung beg├╝nstigter Wirtschaftsg├╝ter auch Sonderabschreibungen m├Âglich, um weiteres Abschreibungspotential vorzuziehen. Ein wesentliches Element des Jahressteuergesetzes 2020 ist eine Mini-Reform des Investitionsabzugsbetrags, die verschiedene Anspruchsvoraussetzungen reduziert und den Abzugsbetrag anhebt.

Gleichzeitig wurden zwei Steuergestaltungen mit Abzugsbetr├Ągen gesetzlich ausgeschlossen, von denen zumindest eine bisher gerne genutzt wurde, um Mehrergebnisse nach einer Betriebspr├╝fung auszugleichen. W├Ąhrend die Verbesserungen bereits f├╝r Wirtschaftsjahre gelten, die nach dem 31. Dezember 2019 enden, und damit schon bei der Steuererkl├Ąrung f├╝r 2020 in Anspruch genommen werden k├Ânnen, greifen die beiden ├änderungen, mit denen die ungewollten Steuergestaltungen gesetzlich ausgeschlossen werden sollen erst ab 2021.

Zus├Ątzlich wurde mit dem Corona-Konjunkturpaket letzten Sommer eine einmalige Sonderregelung f├╝r den Investitionsabzugsbetrag geschaffen. Geltend gemachte Investitionsabzugsbetr├Ąge m├╝ssen n├Ąmlich grunds├Ątzlich innerhalb von drei Jahren f├╝r Investitionen verwendet werden. Andernfalls sind sie r├╝ckg├Ąngig zu machen und auf die daraus resultierenden Steuernachforderungen fallen Zinsen an. F├╝r in 2017 abgezogene Betr├Ąge stellte sich f├╝r viele Betriebe aber das Problem, dass infolge der Corona-Krise die Investition nicht wie geplant in 2020 realisiert werden konnte. Zur Vermeidung der daraus resultierenden negativen Effekte wurde daher die Frist f├╝r Investitionsabzugsbetr├Ąge, deren dreij├Ąhrige Investitionsfrist in 2020 ausl├Ąuft, um ein Jahr auf vier Jahre verl├Ąngert. Unternehmer k├Ânnen die Investition also in 2021 ohne negative steuerliche Folgen nachholen.